CHILE & ANTARKTIS
Von de Atacama in die Antarktis
Chile fühlt sich für ihn nicht wie ein Reiseziel an, sondern wie ein endloser Roadtrip durch völlig unterschiedliche Welten. Für den National-Geographic-Fotografen und Südamerikakenner Heiko Beyer ist es ein Kontinent, der ihn seit fast 30 Jahren nicht mehr loslässt.
Im Norden führt die Reise hinauf in den Lauca-Nationalpark auf über 4.500 Meter, wo sich Vulkane in klaren Lagunen spiegeln und Flamingos durch die dünne Luft ziehen. Weiter südlich liegt San Pedro de Atacama, ein staubiges Oasendorf mitten in der trockensten Wüste der Welt, das nicht nur mit Geysiren, Mondlandschaften und spektakulären Sternenhimmeln fasziniert, sondern auch mit skurrilen Geschichten wie der eines als Zorro verkleideten Bürgermeisterkandidaten.
Weit draußen im Pazifik entfaltet die Osterinsel ihre besondere Magie, wenn die Moai im ersten Licht des Tages oder im Abendrot wie stumme Wächter einer rätselhaften Vergangenheit erscheinen.
Zurück auf dem Festland prägt das chilenische Seengebiet mit seinen tiefen Seen, aktiven Vulkanen und uralten Araukarienwäldern – etwa im Nationalpark Conguillío – das Bild, während Heiko Beyer hier auch die Nähe zu den Mapuche gesucht hat, deren Kultur bis heute eng mit der Natur verbunden ist.
Ganz im Süden schließlich zeigt sich Patagonien von seiner rauen Seite: Im Torres del Paine Nationalpark war er gemeinsam mit einem alten Gaucho unterwegs, auf der Suche nach Pumas – bis sich inmitten von Wind, Weite und Stille plötzlich einer dieser seltenen Momente ergibt.
Und immer wieder stellt sich die Frage, wie weit der Süden eigentlich reicht. Für Heiko Beyer endet er nicht am Kap Hoorn, sondern führt darüber hinaus: Er hat die raue See durchquert und ist bis in die Antarktis vorgedrungen – in eine Welt aus Eis, Licht und Stille, die Abenteuerlust, Forschergeist und tiefe Ehrfurcht weckt.
| Datum | Ort | Zeit | Tickets |
|---|---|---|---|
| 13.02.2027 | Wien Festival | 16:30 |
Heiko Beyer
Nach dem Studium der Elektrotechnik und der anschließenden Promotion im Fachbereich Mikroelektronik siegte das Verlangen nach Freiheit, so dass er sich entschloss, seine große Leidenschaft zum Beruf zu machen, den Schaltkreisen „Adios“ zu sagen und fortan als Fotojounalist im Schwerpunktbereich Lateinamerika zu arbeiten.
Neben der Produktion neuer Vorträge baut er ein umfangreiches Bildarchiv aus allen Staaten Lateinamerikas auf, verfasst Artikel für Zeitschriften und Bücher und erstellt Auftragsarbeiten in den Bereichen Grafik, Multimedia und Internet.
Er kooperiert seit vielen Jahren mit den Fremdenverkehrsämtern verschiedener südamerikanischer Länder und bin Haus- und Hoffotograf für Reiseveranstalter und –agenturen. Fernseh-Produktionsgesellschaften greifen auf sein Wissen über Lateinamerika für Drehbücher, Organisation und Durchführung von Dokumentarfilmen zurück. So war er als Drehbuchautor und Berater für Fernsehdokumentationen des ARD-Vierteilers »Die letzten Paradiese – Patagonien« zusammen mit dem Filmteam mehrere Monate in Südamerika unterwegs.








