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Mit knapp 100 Kilo Kamera-Equipment über viele Wochen durch Bhutan zu reisen ist nicht nur eine logistische und körperliche Herausforderung, sondern auch ein Privileg. Durch einen guten Freund, der persönliche Kontakte bis zum bhutanischen Königshaus hat, war es Stefan Erdmann möglich, frei durch das Land zu reisen und ganz nah an Land und Leute zu kommen. Aus der Essenz des umfangreichen Filmmaterials, das im Laufe dieser Dreharbeiten entstanden ist, hat der Filmemacher diese faszinierende, bildgewaltige und ebenso sensible Reportage erarbeitet.

Lange Einstellungen und atemberaubende Kamerafahrten – stets begleitet von passender Musik und O-Tönen – lassen den Betrachter schon von der ersten Sekunde in eine Welt fernab des Alltags abtauchen.  Durch Erdmanns sehr persönliche und einfühlsam formulierte Kommentare wird der Zuschauer Teil seiner Erlebnisse und Eindrücke. Beeindruckende Klosterburgen, die sich nahtlos in die gewaltigen Landschaften einfügen und Menschen, die vielerorts nur mit dem Nötigsten auskommen müssen, hat der Filmer auf seinen Reisen erlebt.

Das erklärte Ziel des Königs von Bhutan ist es, das jeder Bürger seines Landes glücklich ist – der Begriff vom „Bruttosozialglück“ ging um die ganze Welt. Doch ist jeder Einwohner Bhutans glücklich? Mit dieser und vielen anderen Fragen hat sich Erdmann dem Land genähert.

Stefan Erdmann: „Die Begegnungen mit den Menschen waren während meiner Reisen durch dieses Land stets bewegend und berührend… ganz besonders die Begegnungen mit den Kindern Bhutans, für die ich mir wünsche, dass sie trotz der vermehrt westlichen Einflüsse, ihre aufrichtige Offenheit und ihren berührenden Humor auch in Zukunft bewahren werden. Die Natur Bhutans ist wunderschön und ich hatte die Gelegenheit, mich dort für viele Wochen aufhalten zu dürfen, und mein Ziel ist es, einen intensiven und emotionalen Vortrag zu präsentieren, der das Publikum berührt, fesselt, begeistert und zugleich informiert.“

Das Königreich Bhutan liegt mitten im Himalaya und ist von zahlreichen über 7000 Meter hohen Bergen umgeben. Etwas mehr als 700.000 Menschen leben dort auf einer Fläche von fast 40.000 qkm, und der Rhythmus dieser Menschen ist bestimmt durch die steten Bewegungen der Gebetsmühlen, die sich im ganzen Land befinden… und jeder, der diese Gebetsmühlen in Bewegung setzt, kann in diesem Leben gutes Karma ansammeln und schlechtes Karma auflösen – auf dem Pfad der Erleuchtung.

In keinem anderen Land der Welt wird der Buddhismus auf so eindringliche Weise gelebt wie in Bhutan. Es ist das einzige Land der Welt, das die tantrische Form des Mahayana-Buddhismus als Staatsreligion praktiziert, und die Mönche in den mächtigen Dzongs leben diesen Glauben seit Jahrhunderten auf intensivste Weise.

Die Architektur und der Baustil des Landes sind einzigartig, genauso wie die Menschen,die dieses Land laut erster Zeugnisse seit 2000 vor Christus stolz, unabhängig und autark beleben.

Mit seiner live kommentierten Film-Show gelingt es Stefan Erdmann, dem Zuschauer dieses unentdeckte und einzigartige Land nahezubringen, von dem viele Menschen noch nicht einmal wissen wo es genau liegt.

Stefan Erdmann, Jahrgang 66, ist freischaffender Filmemacher und hat bereits durch seine mehrteilige und weltweit veröffentlichte Natur-Dokumentation ISLAND 63° 66° N seinen ganz eigenen Weg gefunden, ein Land darzustellen. Fernab von der Machart kommerzieller Filmproduktionen schafft er es, durch seine eigene und sehr ruhige Bildsprache und Kameraführung, Mensch, Tier und Natur auf intensivste und authentische Art und Weise darzustellen.