Yasuni – Two seconds of life


 YasuniYasuní – two seconds of life widmet sich dem einzigartigen Vorschlag des ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa, die Erdölvorkommen im Yasuní-Nationalpark „im Boden zu lassen“ und den dortigen Regenwald zu schützen.

Im Gegenzug sind die Industriestaaten angehalten für den Schutz ihrer „Grünen Lungen“ einen finanziellen Beitrag zu leisten: und zwar die Hälfte dessen, was das Erdöl wert ist. Dieses Geld soll in die Entwicklung und Forcierung nachhaltiger Energien fließen.  Außerdem soll es dem Schutz des Regenwalds mit der größten Artenvielfalt weltweit und dessen indigenen Einwohnern im Yasuní-ITT-Block zugute kommen. Der Film beleuchtet dieses ungewöhnliche Angebot an die Welt und lässt alle Beteiligten zu Wort kommen, seien es Politiker, Wissenschaftler, Vertreter von Ölkonzernen oder Ureinwohner. Dieses umfassende, teils verstörende Bild wird mit einer musikalischen Reise durch das Land Ecuador abgerundet.

31.10.2011
Rathaussaal- Amstetten
17:00 Uhr

Dokumentarfilm mit deutschen Untertiteln
Alle Einnahmen gehen zu 100% das Yasuni-Projekt!

YasuniYasuní ist ein Fluss im östlichen Teil des ecuadorianischen Regenwalds am Amazonas. In dieser Gegend leben noch viele Ureinwohner, wie z.B. die Tagaeri und Taromenane Gruppen sowie die Huaorani. Yasuní ist außerdem Ecuadors größter geschützter Nationalpark, der für den sanften Ökotourismus erschlossen wurde. Einige Gebiete sind allerdings für Besucher nicht zugänglich, sei es Yasuniaufgrund der Kontrolle von Ölkonzernen oder zum Schutz der Ureinwohner, die in freiwilliger Isolation leben und vor äußeren Einflüssen bewahrt werden sollen. Unglücklicherweise finden sich in diesem Bereich des Regenwalds 20% von Ecuadors Rohölreserven, die dem sogenannten ITT (Ishpingo-Tambococha-Tiputini)-Ölfeldangehören. Der Großteil des Parks wird daher bereits von nationalen und internationalen Ölkonzernen ausgebeutet, die ein mit Ölabfällen verseuchtes Ökosystem zurücklassen. Anfang des Jahres 2007 wendet sich der ecuadorianische Präsident Rafael Correa mit einer einzigartigen Idee an die Weltöffentlichkeit: wenn die Welt bereit ist, für den Schutz ihrer “grünen Lungen” zu zahlen, will Ecuador die weitere Ausbeutung derÖlvorkommen im Yasuní-Nationalpark zu stoppen. So soll einer der artenreichsten und gleichzeitig gefährdetsten Teile des Regenwalds von Ecuador und der Welt geschützt und  erhalten werden. Der Vorschlag lautet: “Lasst das Öl in der Erde.” (“Leave the oil in the ground.”) Der vorliegende Dokumentarfilm handelt von dieser einzigartigen Möglichkeit, weltweit zu einem Umdenken zu gelangen. Im Film kommen alle involvierten Menschen zu Wort: Politiker, Vertreter der Ölkonzerne, Wissenschaftler und Ureinwohner erzählen von ihren Erfahrungen und Ideen. Bilder aus den Tiefen des Regenwalds und seiner  Bewohner geben einen Einblick in den Ernst der Lage. Ein Mitglied eines Stammes wird auf seiner Reise zu den UN Hauptquartieren nach New York begleitet – und macht ersichtlich, wie komplex und vielschichtig dieses Thema in Wirklichkeit ist. Parallel dazu entführt der Film tiefer in die ecuadorianische Kultur und Mentalität anhand einheimischer Musiker. Diese unterlegen die Bilder des Films mit ihrer eigenen, jeweils sehr persönlichen Sprache. 2011 wird die Welt eingeladen, diesen Bericht anzusehen. Der gesamte Planet befindet sich bereits an der Kippe zu einer katastrophalen Klimaveränderung und seine natürlichen Ressourcen neigen sich dem Ende zu. Paradoxerweise führt die Ausbeutung dieser letzten verbliebenen Reserven gleichzeitig dazu, dass etwas weitaus Wertvolleres zerstört wird. Während einige Länder eher halbherzige Versuche starten, die  Klimaveränderung zu stoppen, bietet dieser Film Informationen und Expertenmeinungen zu einer der wichtigsten Klimaregionen der Erde, einem der wenigen letzten unberührten Gebiete des Amazonas-Regenwaldes.

 

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