Jakobsweg – Mit dem Esel durch Frankreich


Carmen Rohrbach Diavortrag Wien JakobswegEin Leben als Grenzgänger

Carmen Rohrbach war es nicht in die Wiege gelegt, als Pilgerin auf dem Jakobsweg unterwegs zu sein. In der DDR geboren, kam sie mit Religion und Glaubensfragen so gut wie nie in Berührung, und durch das Biologie-Studium wurde sie in ihrer materiellen Weltanschauung zudem bestärkt.

Sa, 12.3.2011
Wien- Altes AKH
11:00 Uhr

Jakobsweg Carmen Rohrbach
Es war die Sehnsucht nach der Ferne, die sie aus den engen Grenzen der DDR ausbrechen ließ. Als ihre Anträge für Forschungsarbeit im Ausland abgelehnt wurden, sah sie nur noch einen Ausweg: die Flucht in die Freiheit. Über die Ostsee wollte sie nach Dänemark paddeln. Um nicht entdeckt zu werden, musste sie das Boot zerstören.

Nach zwei Tagen und zwei Nächten schwimmend im Meer, wurde sie verhaftet und zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. In die BRD ausgewiesen, promovierte sie und erforschte ein Jahr lang die Meerechsen auf den Galapagosinseln.

Den Jakobsweg entdeckte sie, bei einer Reise in Spanien im Jahr 1982, als er in Deutschland noch so gut wie unbekannt war. Sofort war sie fasziniert von der Idee, auf diesem tausend Jahre alten Weg zu pilgern, sich einzureihen in die Schar derer, die seit dem 9. Jahrhundert nach Santiago de Compostela gezogen sind. Seitdem war sie auf vielen Pilgerpfaden unterwegs, zuletzt auf der via podiensis durch Frankreich von Le Puy bis zu den Pyrenäen, zusammen mit ihrem Begleiter, dem Esel Chocolat.

http://www.carmenrohrbach.de/

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