Indien – Am Fluss der Götter


Mit modernster digitaler Technik präsentiert Bernhard Brenner die 2500 km lange Reise indischer Pilger.

Gemeinsam mit einem Lehrer und zwei Bauern aus Bansera, einem kleinen Dorf in der Wüste Rajasthans, gehe ich auf Pilgerfahrt. Die Ganga Yatra ist die heiligste aller hinduistischen Pilgerreisen. Sie führt uns in über 4000 m Höhe zur Gangesquelle im Himalaya-Hochgebirge und endet auf der tropischen Insel Gangar Sagar im Golf von Bengalen.

15.03.2011
Rathaussaal- Amstetten
19:30 Uhr

Die Menschen in Bansera sind aufgeregt, selten sind die einfachen Bewohner des Dorfes so weit durch Indien gereist. Große Städte, Berge, der Ganges, all das kennen die meisten hier nur vom Hören.

bernhard brenner indien diavortrag wienIn Haridwar wacht der Gott Shiva über der Stadt. Als Ganga den Himmel verlassen musste, drohten ihre Fluten die Erde zu zerstören. Shiva öffnete seinen Haarknoten und ließ Ganga sicher durch seine Haarsträhnen zur Erde gleiten.

Hunderte Gläubige strömen jeden Tag in Haridwar zu den Ghats um im Ganges zu baden und zu beten. Wenn die Sonne hinter den Bergen verschwindet erklingen Gebete und Mantras, Kerzen werden angezündet und nicht einmal die aufdringlichen Spendeneintreiber können die friedliche Atmosphäre stören.
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Es ist Jänner und bitterkalt in Nordindien. In Decken eingehüllt sitzen wir im Boot und lassen uns zum Sangam rudern. Hier münden der Yamuna und der mysthische Saraswati in den Ganges. Einem Bad an dieser Stelle wird besondere reinigende Wirkung nach- gesagt. Zähneklappernd klettern die Pilger über den Bootrand in das kalte Nass. Die Rauchschwaden der Räucherstäbchen vermischen sich mit dem Nebel, der über dem Wasser liegt und die Möwen streiten sich um die Opfergaben auf der Wasseroberfläche. Nach den hastig gesprochenen Gebeten in den eisigen Fluten klettern alle zähne-klappernd zurück ins Boot. Unsere einzigen Wünsche sind eine heiße Tasse Tee und ein Lagerfeuer um unsere Hände zu wärmen.

In Varanasi begegnen wir den Sadhus, Menschen, die ihr Leben den Göttern gewidmet haben. Viele dieser Asketen leben ohne weltlichen Besitz in Meditation versunken, andere wiederum rauchen Charas, Haschisch, aus dem Himalaya um den irdischen Begierden zu widerstehen und den Göttern zu folgen.
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Lange Zeit war Kalkutta die Hauptstadt Indiens und für die Engländer war die Stadt von strategischer Bedeutung. Die Metropole ist geprägt vom Kolonialstil und auch heute noch ist sie das kulturelle Zentrums Indiens.

Die Pilger sind überwältigt von den Menschenmassen, den hohen Häusern und der U-Bahn. Zum ersten Mal betreten sie ein klimatisiertes Einkaufszentrum, fahren mit einer Rolltreppe oder besichtigen eine christliche Kirche.

Bei der Insel Gangar Sagar mündet ein Arm des Ganges in den Indischen Ozean. Dicht gedrängt stehen die Menschen auf der alten rostigen Fähre. Sehr vertrauenserweckend scheint sie nicht zu sein, aber immerhin kann ich, im Gegensatz zu vielen Indern, schwimmen. Nur noch wenige Kilometer trennen uns von unserem Zeil, dem Strand der Insel.

www.bernhardbrenner.com

Rathaussaal
Rathausstraße 1
3300 Amstetten

Beginn: 19:30 Uhr

Karten:
-Kultur- und Tourismusbüro (Rathaushof)
-Alle Filialen der Sparkasse Amstetten
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